Mahnwache am 09. November: 80 Jahre Pogromnacht

„Die Mahnwache ist mittlerweile zum gesellschaftlichen Ereignis der Stadt Geldern geworden. Das wird auch durch die Anwesenheit des Bürgermeisters deutlich!“

Mit diesen Worten bedankte sich Bernd Bianchi bei den ca. 60 Teilnehmern des Gedenkabends.

Man traf sich auf dem Nordwall 39 bei Fa. Krüger, auf dessen Grundstück vor 80 Jahren noch die Synagoge und die jüdische Schule gestanden hatten. Der Eigentümer des Grundstücks hat mittlerweile die Möglichkeit eröffnet, das Rolltor aufzuschließen. Sonst hätte die große Menge der Beteiligten auch keinen Platz mehr auf dem Gehweg gehabt.

Bianchi las den Brief von Nils Bunse und Tobias Schmidt vor, der am gleichen Tag noch in der Rheinischen Post abgedruckt war. Damit machte er darauf aufmerksam, dass man diese Mahnwache vor allem für die Jugend abhalte. Damit die Schrecken des Nationalsozialismus mit seiner Intolleranz und ihrem Hass auch in Zukunft nie vergessen werden. Die Teilnehmer der Mahnwache gedachten schweigend an das Schicksal der jüdische Opfer aus Geldern und an das von Paul Holla, der als SPD Ratsmitglied an den Folgen von Misshandlungen in sogenannter Schutzhaft und der Verschleppung ins KZ Esterwegen viel zu früh gestorben ist.

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